Donnerstag, 20. Februar 2014

Das machte das Fenster auf und guckte hinaus. Das Fenster war zwar schmutzig und sehr kaputt, aber das war nicht schlimm. Das rief hinaus: „Weiß einer wie spät ist?“
Keiner lachte, denn keiner war da.
Das war das Mohnmonster. Es war ein sehr einsames Monster, denn das letzte seiner Sorte. Sonst fand das keiner schlimm, denn sonst war ja auch keiner da. Das Mohnmonster war ganz alleine. Alle anderen weg, beziehungsweise nie da gewesen.
Plötzlich war ihm egal, wie spät es ist. Denn Zeit, das wurde ihm bewusst war ja erstens nur ein Konstrukt und zweitens nur eine Relativität.
Keiner glaubte mehr an Monster.
Und als Das das Fenster schloss, war es nicht mehr. Obwohl es ein unheimliches Geräusch gemacht hatte.



Ende

Dienstag, 11. Februar 2014

Komische Geräusche

Schlurrrrrf, schlrrrrrrf, haccchchhhhchhhhhhhhcpfzch.
Komische Geräusche sind zu hören. Aber es ist noch dunkel. Ganz dunkel. Nur die kleinen grün opalisierenden Zahlen des Radioweckers vermögen es, gerade so viel Licht und Gegenwart zu verbreiten, dass man weiß das man nicht tot ist. Und das Summen. Die ANDEREN sagen ja immer, da wäre kein Summen. Einbilden würde man sich das ja wohl. Verrückt wäre man ja wohl. Die ANDEREN sind die in den Kitteln mit den bescheuerten Gummischuhen und man, also MAN, sagen wir es ruhig. MAN, das bin ich. Und ich weiß, dass ich nicht tot bin, denn da ist ja das Licht und die Gegenwart des Radioweckers. Und das Summen, das die ANDEREN nicht hören können und das Geräusch. Jetzt wieder: Schlurrrrrf, schlrrrrrrf, haccchchhhhchhhhhhhhcpfzch.
Eigentlich müsste man jetzt aufstehen und zum Schrank gehen, aus dem das Geräusch wahrscheinlich kommt und nachgucken. Aber dazu müsste man aufstehen. Aber dazu müsste man den Gurt lösen. Der Gurt von dem die ANDEREN denken, dass man ihn nicht lösen könne. Haha. Aber der Gurt ist nicht der Grund. Wenn man den Gurt gelöst hätte, müsste man aufstehen. Und dazu müssten die nackten Füße den Fliesenboden berühren. Aber das kann man ja nicht. Wenn die ANDEREN das wüssten, die mit den bescheuerten Gummischuhen und ihren weißen Polohemden, wenn die das wüssten, könnten sie sich die Sache mit dem Gurt schenken. Wissen sie aber nicht. Haha.
Schlurrrrrf, schlrrrrrrf, haccchchhhhchhhhhhhhcpfzch. Dumm nur, dass das Geräusch jetzt mittlerweile jede Nacht aus dem Schrank kommt. Man ist sich fast sicher, was das für ein Geräusch ist. Es kann nur von IHM kommen. Von IHM, von dem MAN angenommen hat, dass er schon lange nicht mehr ist. Doch jetzt, wo das Geräusch schon seit 2 mal 5 Tagen aus dem Schrank kommt, ist es klar. Es kommt von IHM. Vom Körnig.
Wenn man tot wäre, dann bräuchte man sich jetzt keine Sorgen machen. Wenn man tot wäre, dann wäre es gut. Und einfacher. Wahrscheinlich. Vielleicht. Genau weiß man es ja auch nicht, wie das jetzt wäre, wenn man tot wäre. Er denkt eine Weile darüber nach.

Dann schaut er wieder in die Richtung, wo vorhin das grüne Zahlenlicht war. Es ist noch immer da. Und die Zahlen haben sich, wie es scheint verändert. Sie verändern sich ständig. Das ist es auch, was ihn an der zeit so stört. Er hat das nie so richtig verstanden. Wozu das gut sein soll mit der Zeit. Die ANDEREN machen immer ein großes Ding daraus. Sie unterhalten sich sogar darüber. Wissen sie denn nicht, dass es nur grüne Zahlen sind, die sich ändern? Grüne Zahlen, angetrieben von den Elektronen, die sie nicht sehen können. Die Man nicht sehen kann und die die ANDEREN auch nicht sehen können. Bescheuerte Gummischuhe hin, weiße Polohemden her.


Immerhin kann MAN sie hören. Die Elektronen. Sie SUMMEN.

Montag, 10. Februar 2014

Rauchverbot

Alles wird immer schlimmer.
Rauchverbot sogar auf dem Schulhof der Berufsschule. Meiner ehemaligen Berufsschule, der CUNO Schule in Hagen. Mit Technik und sowas.Jaja. Aber was mir sehr gut gefällt ist die, für mich, neue Art des Aufbegehrens.
PROTESTKAUGUMMI.

Daumen hoch dafür. Irgendwie.


Sonntag, 2. Februar 2014

Unser Albert und der gefährliche Raubfuchs.

"Nimm den Albert doch mit, wenn du schon heute ins Schulleiterbüro musst. Dann sieht er auch mal neue Dinge und so."
Fand Frau Block.
Das ging so lange gut, bis unser gewissenhafter und bis dahin tiefenentspannter Briard einen bedrohlichen und ausgestopften ehemaligen Fuchs auf dem Schulbüroschrank entdeckte.
An arbeiten war dann nicht mehr zu denken.

Sonntag, 19. Januar 2014

Warum ist eigentlich kein Winter?

Weil ja Sonntag ist, kann sich jeder mal Zeit nehmen um über Zusammenhänge von Ursache und Wirkung nachzudenken. So 20 Minuten. Stichpunkte auf Kärtchen notieren. Dann treffen wir uns hier um 17 Uhr um die Ergebnisse auf ein (farbiges) Plakat zu schreiben.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Mango im Weltraum

Mango im Weltraum





Commander Matt iCheek stand mit schulterbreit gespreizten Beinen auf der Kommandobrücke seines Behelfsraumschiffes Krftkrftkrft. Sein Blick schweifte durch das gut gereinigte Panoramafenster nach draußen in den Weltraum.  Dort draußen war es unendlich weit und majestätisch kalt. Er schätzte souverän, dass es dort draußen gut und gerne so ungefähr zwischen minus 8 und minus 15 Grad haben könnte. So lebensfeindlich die Umgebung auch war, so froh war er auch darüber , dass sein Schiff Krftkraftkrft über eine Standheizung verfügte.
Weil, das war ja nämlich so, dass das Behelfsraumschiff außenrum, zumindest vorne, wo man es sieht. Gekachelt war. Hitzeschutzkacheln angeblich. Aber das sah auch ganz gut aus und war verhältnismäßig gut zu reinigen. Denn das war Commander Matt iCheek ziemlich wichtig.
Doch dann überschlugen sich die Ereignisse. Es begann damit, dass sich eines der Bordhühner…


Doch lesen sie selbst. Erwerben sie im gutsortierten Buchhandel oder bei der ARAL in Brügge den 5000seitigen, zweiten Roman. Von Majo Natteschick. ISBN-OOO O1-0040 

Sonntag, 12. Januar 2014

Mango im Büro


Mango im BüroNavajo Nati Chix Geschichte beginnt eigentlich in Texas. Als reisender Sioux Indianer tritt er jahrelang auf Volksfesten und in Wild West Shows auf. Irgendwann, zu Beginn der 1970er Jahre aber beschließt er sein Leben zu ändern. Die Shows laufen nicht mehr gut. Die Medienlandschaft hat sich gewandelt. Die Menschen wenden sich den bunten Filmen im Kino und im Fernsehen zu. Das und eine gescheiterte Beziehung zu einer einarmigen Exarbeitslosen führen dazu, dass er Texas verlässt und durch die Welt reist.Dabei erlebt er viele Abenteuer und lernt viele Menschen kennen. Nebenbei entdeckt er seine Liebe zum Auto fahren und Autos sammeln.Irgendwann landet Navajo, der Liebe folgend, in einer kleinen Stadt im Sauerland. Aus verwaltungstechnischen Gründen geben ihm die Beamten den Namen Mario Natteschick In einem gekachelten Haus an einem Strom verbringt er glückliche Jahre, die ihn sehr an die glückliche Jugendzeit in Texas erinnern. Sein Geld verdient er inzwischen, indem er seine Zeit möglichst unauffällig in einem Büro verbringt. Keiner weiß genau, was er dort eigentlich tut, außer seine gut gefüllte Butterbrotdose zu leeren, aber er bekommt dafür einen angemessenen Lohn. Irgendwann aber ändert sich durch eine Kleinigkeit sein ganzes Leben. In seiner Brotdose befindet sich eine Mango...Hiervon, und von einigen Nebensächlichkeiten mehr, soll im 4000 (!) seitigen Debütroman die Rede sein.Mario NatteschickMango im Büro20144000 Seiten7,50€