Dienstag, 3. Februar 2015

Blokopter

Guten Tag.
Hier kann man das allererste Koptergedicht der Welt lesen.

Flap,flap, flap,
mein Quadrokopter,
flap, flap, flap,
er fliegt so schön.

Flap,flap, flap,
mein Quadrokopter,
jetzt kann ich ihn
schon nicht mehr seh´n.

Flap,flap, flap,
mein Quadrokopter,
er war so wunderschön.

Flap,flap, flap,
mein Quadrokopter,
WER HAT IHN GESEH`N?


(offenes Ende)






Mittwoch, 10. Dezember 2014

BVB - Anderlecht - die Analyse



SPIELBERICHTZusatzinformationen:




Ich war gestern extra ganz früh am Tempel. Und ohne Jacke. Weil: ich habe mir ja eine Jacke kaufen wollen. Dann habe ich mir eine Jacke gekauft. Wenn man Mitglied ist und eine Jacke kauft, bekommt man auf den Jackenkauf einen Rabatt von 10%. In DM sind das sogar 20%. Die Jacke ist schön und auch schön warm. Ich habe jetzt immer eine Jacke, wenn ich im Winter ins Stadion muss. Die Jacke ist schwarz, aber es gibt auch gelbe Applikationen. Das Wappen (BVB) am Ärmel ist schwarz. Soviel zu meiner neuen Jacke.
Dann war aber noch immer Zeit und ich konnte schlendern. ich schlendere gerne vorm Spiel. Beim Schlendern traf ich eine Gruppe Anderlechterinnen und Anderlechter. Ich schlug vor Schals zu tauschen. Nach kurzer Bedenkzeit tauschten wir Schals. Die Anderlechterinnen und Anderlechter konnten gut Deutsch.
Dann kam das Spiel. Das Spiel war so mittel.
Neben mir saßen zwei Männer, die so wirkten, als wären sie das erste Mal da. Sie waren das erste Mal da und aus Ungarn. Ich hatte gefragt. Der Ungar 1 konnte etwas Englisch aber nicht so viel. Der Ungar 2 war sein Sohn.
Ich habe ihn dann in der Kunst des Kaffeeuntersetzerchen werfens nach TOR unterwiesen. Offenbar kannte er das nicht.Er erzählte mir aber in der ungarischen Form von  Englisch, dass er eine Europatour mit drei Stadionbesuchen und seinem Sohn unternahm. Amsterdam und noch woanders.
Dann war Ende und es stand plötzlich 1:1.
Es gelang mir sehr schnell mein Auto auf dem Parkplatz zu finden und so war ich schon 45 Minuten nach dem Gruppensieg (EUROPPPAPOKAAAL) wieder Zuhause.

Samstag, 11. Oktober 2014

Der Zettel

Verwirrt stand Pierre Emerick vor der Kuchentheke des kleinen Cafés.  Geduldig sah ihn die freundliche Café Besitzerin an und wiederholte ihre Frage: „Womit kann ich ihnen denn helfen, junger Mann?“ Deutlich betonte sie jede einzelne Silbe, wie eine Frau, die schon viele sonderbare Kunden erlebt hatte.
Pierre Emerick begann zu schwitzen. Er hatte vergessen, was er hier in diesem gemütlichen Provinzcafe Cafe`TOGO-Lübeck eigentlich wollte. Da fiel ihm der Zettel ein.
Der Zettel in seiner Hosentasche.

Umständlich kramte er ihn hervor. Und entschuldigte sich wieder bei der alten Dame, die inzwischen begonnen hatte, die Tortenstücke in eine neue Ordnung zu bringen, nur damit sie etwas zu tun hatte, denn der junge, offenbar verwirrte Mann, war der einzige Kuchenkunde.
Entschuldigung, ich guck nochmal eben... auf... meinen Zettel.“
Er war sich einigermaßen sicher, dass er einen Zettel hatte. Seine Frau hatte ihm so einen Zettel geschrieben, damit er nicht wieder alles vergäße, wie sonst immer. Ja, sowas hatte sie gesagt.
Endlich hatte er ihn.
Doch als er versuchte ihn zu lesen, sah er, dass er immer noch voller Schlamm war. „Scheißschlamm...“ Damit hatte der ganze Mist ja angefangen.
Entschuldigend hob er die Schultern. Dann wischte er er, so gut es ging, den Dreck vom Zettel. Das war nicht einfach, denn auch seine Hände waren noch immer voller Schmutz und Erde. Unter den Fingernägeln schwarze Ränder. Er lehnte die Schaufel an die Wand, legte den Zettel auf die Theke und bat um eine Serviette. Die freundliche Dame reichte ihm eine. Sie war rosa und mit blauer Schrift bedruckt. Cafe TOGO Lübeck. Pierre Emerick nickte zum Dank und wischte dann mit der Serviette über seinen Zettel, als sich plötzlich von hinten eine faulige Zombiehand auf seine Schulter legte.
Dachte er.
War aber nicht, sondern nur so ein Gefühl. Ein Glück.
Die Cafebesitzerin rollte mit den Augen und fragte noch einmal. Immer noch sehr freundlich, aber wenn man genau hinhörte, mit einer leichten Spur von Ungeduld.
:
Junger Mann, kann ich Ihnen denn jetzt irgendwie helfen?“
Pierre Emerick nickte.
Jaja, warten sie. Hieeeer steeeeht...“ Umständlich rückte er seine Brille zurecht.
Äääähm, ...“ Jetzt durchfuhr ihn wieder ein Schaudern, eine Gänsehaut und er spürte, meinte zu spüren, wie sich die Zombiehand wieder auf seine Schulter legte.
Er senkte die Stimmte und raunte:
TOTENSTÜCKE, ich soll TOTENSTÜCKE besorgen. Können sie mir helfen? Den Totenboden habe ich schon geholt, vom Friedhof.“

Offenes Ende.

Erfinde einen eigenen Schluss und suche eine passende Überschrift.



Donnerstag, 25. September 2014

Innenwurst vs Außenwurst

Schon um 17:30 in Herscheid losgefahren, Mika und seinen Kindergartenfreund VEDDER (der zwei Dauerkarten für die Süd hat) dabei.
Wenn es normal läuft, ist man dann um 18:30 am Stadion. Wunderbar um noch ein bisschen zu schlendern, ein Bier zu trinken und eine Außenwurst zu essen. Die Wurst IM Stadion kannste echt vergessen, das sagen ALLE. (Kommt die nicht sogar noch von diesem Tönnies?) Die schmecken sehr schlecht und haben eine fiese Konsistenz. Dazu später vielleicht mehr. (EKELSPOILER)

So war der Plan, aber natürlich kommt es anders. Endlose Staus von Lüdenscheid bis zum Westhofener Kreuz. Mitten im Stau erreicht mich eine Mobilnachricht von Andrea. Sie ist im Zug unterwegs und will wissen, in welchem Block ich wohl gleich sitzen werde. Wie es der unglaubliche Zufall will, werden wir uns gleich auf der Nordtribüne treffen. Und zwar beide in Block 76 und Reihe 38, getrennt durch drei Schalensitze. So ähnlich war das ja auch schon im Deutsch LK der GSKI. Nur ohne Schalensitze. Das muss man erst mal hinbekommen.
Ich lass mal langweilige Sachen weg, denn der geneigte Leser hat ja vielleicht nicht so viel Zeit. Ich bin schließlich eine halbe Stunde vorm Anpfiff in meinem Block, habe eine Außenwurst gegessen und ein Außenbier getrunken.
Im Block und in meiner Reihe treffe ich Andrea und kann mich nett unterhalten. Meine Sitznachbarin aus Olpe, Frau Lü, ist aber nicht da. Sie ist mit einem anderen Auto angereist, hat aber die selben Staus. Aber... der Leser möchte es wissen: JA, sie hat es pünktlich geschafft. Noch vor You´ll never walk alone erreicht sie ihren Platz und beginnt umgehend, die vor ihr in der Reihe (Reihe 37)sitzenden Niederländer in de ihr eigenen Art der Grundschullehrerin zu instruieren.
Niederländer wissen nämlich nicht, dass man bei der Mannschaftsaufstellung und bei potentiellen Toren, Kaffeeuntersetzerchen in die Luft zu werfen hat. Komisch. Aber immerhin: JETZT wissen sie es, denn Frau Lü hat es ihnen wort- und gestenreich erklärt. Zudem gibt sie ihnen eine beträchtlichen Stapel von Kaffeeuntersetzerchen in die Hand. Es bleibt zu hoffen, dass diese Niederländer ihr neu erworbenes Wissen mit in ihr Land nehmen und dort verbreiten. Ja, das wäre doch schön. Vom Spiel erzähl ich weiter nichts (siehe www.kicker.de).
In der Reihe hinter uns (Reihe 39) saßen auch Europäische Ausländer. Engländer. ich hab mal gelesen, die Engländer kommen gerne in Deutschland Fußball gucken, weil die Tickets billiger sind und weil es hier erlaubt ist Bier im Stadion zu trinken. Bei dem schräg hinter uns, stand der Bieraspekt im Vordergrund. Oder wegen der Stadionwurst. Nein, das glaube ich nicht. Da es jetzt doch zu ekelig wird, beende ich den Aufsatz hier jetzt doch lieber. Wer aber noch mehr über den endgültigen Verbleib der Innenwurst oder der mehreren Stadionbiere erfahren möchte, der muss diese Beitrag wie folgt kommentieren:
"MIR GEFÄLLT DER AUFSATZ SEHR GUT WEIL ER VIELE ADJEKTIVE UND EINE PASSENDE ÜBERSCHRIFT ENTHÄLT NUR LEIDER KEINE WÖRTLICHE REDE UND MÖCHTE MEHR ÜBER DEN ENDGÜLTIGEN VERBLEIB DER INNENWURST ERFAHREN"

Sonntag, 24. August 2014

Ice Dings Challenge

Guten Tag,
ich hatte mir ja fest vorgenommen meine Nominierung für das penetrante Ice Dings Challenge (wo man sich selber nass macht) empört abzulehnen. Dummerweise hat mich bisher keiner nominiert. Dennoch kam ich gestern in den Genuss. Nach 09 Sekunden. Und das kam so.
Guter Dinge (und im Besitz einer legal erworbenen Eintrittskarte für Ecke Nordwest) fand ich mich kurz vor Beginn der 52. Bundesligasaison im Block 11 auf der Südtribüne im schönsten Stadion der Welt. ENDLICH wieder.

Nach Wochen oder Monaten ohne richtigen Fußball konnte es jeder gar nicht mehr abwarten. Emotionslos hatte ich die mäßig aufregende Fußballweltmeisterschaft (wer hat eigentlich gewonnen?) zu Kenntnis genommen. Aber wie gerade erwähnt: JETZT IST WIEDER BUNDESLIGA.

Die Gesänge konnte ich immer noch auswendig und PIERRE EMERICK, mein bester Freund im Block 11 hatte sogar Bieruntersetzerchen zum Werfen dabei, die er brüderlich mit mir teilte.
Leverkusen galt es zu schlagen. Kein Problem eigentlich. Doch was soll ich euch verraten? Noch bevor alle von mir (und PIERRE EMERICK) in die Luft geschleuderten Bieruntersetzcherchen wieder den Boden Betonboden erreichten, stand es bereits 0:1. Nach immerhin 09 Sekunden.

Das darf ich wohl ohne Übertreibung als kalte Dusche bezeichnen, womit sich die Einleitung legimitiert.
Sonst ist nichts passiert.


Ich gehe nie, nie wieder hin.
Oder kann mir jemand eine Karte gegen Freiburg besorgen?

Bildquelle: Andrea


Mittwoch, 20. August 2014

Es geschah am hellichten Tag...

Aus dem Leben.
Heute fuhr der Ich Erzähler mit seinem Fahrzeug französischer Bauart durch Herscheid und an einer Bushaltestelle vorbei. Dort saß ein kleiner Junge mit einem Tornister der sehr traurig aussah. Ich konnte dies bemerken, weil ich über hohe Empathie verfüge und mich an die Geschwindigkeitsvorgaben halte.
Ich überlegte kurz, erledigte meine Bankgeschäfte und fuhr dann zurück. Der Schuljunge saß da immer noch.
Also hielt ich an, betätigte den elektrischen, serienmäßigen Fenstersenker und sprach den Jungen an.
"Hast du deinen Bus verpasst?"
Nicken.
"Kann ich dir helfen?"
Er schüttelte den Kopf und wollte wohl dass ich weiterfahre,
"Soll ich deine Mama mal anrufen?"
Mir wurde, wohl wegen meiner Empathiefähigkeit klar, dass der Junge nicht so gerne was mit mir zu tun haben wollte. Er versicherte mir aber, dass wohl in naher Zukunft ein neuer Bus käme, mit dem er dann führe.
Ich glaubte ihm, verabschiedete mich freundlich und fuhr dann weiter. Den nahenden Bus sah ich dann auch noch.
Warum ich das jetzt schreibe? Nur falls es morgen bei FACEBOOK oder im ganzen Internet wieder Warnungen gibt, dass ein Mann aus einem schwarzen Fahrzeug heraus Schulkinder anspricht.
DAS WAR DANN ICH.



Donnerstag, 14. August 2014

Mein schönster Stadionbesuch (zumindest diese Woche)

Kurzfristig wurde mir zur Mittagsstunde eine Karte für die Südtribüne und fürs Supercup Spiel 
BvB - Buyern München
angeboten. Von Kordula (Name leicht verfremdet)


Prima.
Dazu die Fahrt im Fanbus mit den Volme Supporters aus Kierspe.
Auch gut.

Ich war dann schließlich in Block 11 mit meiner Kollegin , ihrem Bruder Pierre-Emerick (Name leicht verfremdet) und dessen Frau.
Und noch ein paar Zehntausend auf der Süd.

Naja.

Es war ein spürbar anderes Publikum im Stadion als gewohnt.
Viele Menschen die umherirrten, ihren Block suchten, nicht wussten wie man Bier kauft und was man wann singen muss.


In der mir eigenen Toleranz kann ich gönnerhaft sagen: Ist ja ok.
Zumal ja irgendwer vom DFB verordnet hatte, dass das Spiel unter dem Motto INKLUSION stand.
Deswegen gab es umsonst Kugelschreiber (schreibt aber nicht) und Pins.

Aber was dann gar nicht ging, dass rund um uns herum (auf der Südtribüne) Undercover Bayern Fans standen. Und Neutrale Fußballfreunde.

Der Typ hinter uns machte einige Zeit blöde Sprüche, so dass wir Pierre-Emerick schließlich gemeinsam davon abhalten mussten, dem Bayern (aus Essen) ordentlich eine aufs Maul zu hauen. Pierre-Emerick ist wie ihr alle ahnt, ein total netter und  lustiger Typ und Familienvater, aber da gingen ihm die Gäule fast durch.

Dem Bayern Fan aus Essen wurden dann von unserer Seite dann auch noch ein paar deutliche Worte gesagt, so dass er schließlich noch vor der Halbzeit aus dem Block verschwand. Vielleicht hat er sich aber auch nur verlaufen.

Idiot.

Das Spiel war so lala. Aber darum ging es ja auch nicht.

Lewa wurde recht neutral begrüßt.
Unser WM Held Götz€ hat sich wieder in den Katakomben aufgewärmt und wurde sowas von gnadenlos ausgepfiffen, dass er einem hätte leid tun können. Aber ich kenne keinen, der so empfand. 
Der Bayern Fan aus Essen war ja schon nicht mehr da.

Als das 2:0 fiel, hatte Kordula mir gerade einen Becher Bier besorgt. Da ist es mir zum ersten Mal passiert, dass ich einen teilgefüllten Becher vor Freude in die Luft geworfen habe.


Und ich muss sagen: das war es mir wert.