Mittwoch, 16. Januar 2013

Einfacher Weg zum guten Zeugnis

Ihr wisst ja alle. Sehr bald gibt es Halbjahreszeugnisse. Und da will ja jeder ein gutes bekommen. Darum will ich hier einen praktikablen Verhaltenshinweise geben, die zu besseren Ziffernnoten führen können. Natürlich ist es auch weiterhin hilfreich, die Tasche des Lehrers in den Klassenraum zu tragen oder ihm hin und wieder Süßwaren und kleine Geldgeschenke zu machen. Das weiß ja sowieso jeder. Manchmal kann aber auch schon die Wahl des richtigen Kleidungsstückes den Ausschlag geben. Hier, als Beispiel einmal zwei Schüler. Einer macht es RICHTIG.
Der Andere FALSCH. ................................................................. Hinweis: Dieser Blockblog kann Spuren von Satire enthalten.

Dienstag, 15. Januar 2013

Guten Tag. Ihr wisst ja, dass ich zu Weihnachten eine neue Uhr bekommen habe. Ich will nur mal eben sagen, wie gut die Uhr ist. Sie ist also gut und schwarz (mit Licht) und geht ganz genau. Also sehr genau sogar. Das einzig Blöde ist, dass sie soo genau geht, dass die Leute von der Braunschweiger Atomuhr dauernd bei mir anrufen und wissen wollen, wie spät es gerade ist. Aber sonst bin ich sehr zufrieden.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

AU AU AU

So hätte es gewesen sein können.
So hätte es gewesen sein können. Beim Autokauf im Autohaus Der Autohändler so zu mir: Ach, ich hörte sie sind Autor? Automatisch antworte ich: Ja. Der autorisierte Autohändler daraufhin: Ich ja auch. Autodidakt. Soll ich Ihnen mal was vorlesen? Ich denke NEIN und sage automatisch: Ja. Dann liest der autorisierte Autohändler und autodikatische Autor mir seine gesammelten Aufzeichnungen vor. Anschließend gab ich Autogramme. Und jetzt habe ich ein neues Auto.

Donnerstag, 8. November 2012

Gruselgrusel

Etwas kam aus dem Hülloch Und im kühlen Dunkel des Hülloches unter dem Arneygebirge regt sich etwas, was schon längst vergessen ist. Man sieht fast nichts, hört aber schreckliche Laute, die mehr nach einem Tier als nach einem Menschen klingen. Aber jetzt schiebt der Mond die ihn verdeckenden Wolken bei die Seite und tränkt die Gegend in ein Licht, das nur schwach ist. Man kann es wohl gerade noch Licht nennen. Ein das die natürlichen Farben bedrängendes Licht von der Helligkeit einer viel zu billigen Energiesparlampe der ersten Generation, lässt den Blick auf die Gestalten zu. Es sind mehrere, aber man kann noch nicht genau sagen wie viele. Überall so Blut dran und fehlende Gliedmaßen umhaucht sie das Aroma der Verwesung. Dazu tragen sie so angegammelte Zipfelmützchen. „Öööööööööööh“, machen sie dabei. „Öööööööööööööh.“ Es sind Schanhollenzombies. Die Schanhollenzombies aus dem Hülloch. „Öööööööööh“. Das Mondlicht verschwindet wieder hinter der Wolke und es folgt eine kleine Lesepause. Ihre Bewegungen sind unnatürlich eckig, als sich die mehreren Schanhollenzombies, wie von einem unauffälligen Signal dirigiert in Richtung „Neue Mitte“ von Kierspe, bewegen. „Öööööh – Ööööööh“ Die Fußgängerampel am Wildenkuhlen überqueren sie einfach so bei ROT. Zum Glück sind zu so später Stunde, es geht auf 11 Uhr Abends zu, keine Schulkinder mehr unterwegs, die sich das Fehlverhalten der Untoten als Vorbild nähmen. Zum Glück. Wieder das Stöhnen: „Öööh, Ööööh“ Die Gruppe mäandert in Richtung des großen Kaufhauses REWE XL (früher PETZ). Jetzt sieht man, wie seelenlos diese Schanhollenzombies sind, nämlich fällt einer hin und haut sich voll die Zähne an der Bordsteinkante ab und keiner lacht. Normal ist sowas ja schon im ersten Moment witzig. Er steht aber dann auch wieder auf und folgt seinen Kollegen weiter, so als gäbe es ein Ziel, das erreicht werden muss. Hinter den Fenstern der Wohnhäuser sieht man nur Schatten und sich vorsichtig bewegende Gardinen. Wahrscheinlich sind da normale Leute, die sich das aus sicherer Entfernung angucken, selber aber nicht gesehen werden wollen. Einer ruft auch die Polizei an, aber die können nicht extra aus Meinerzhagen kommen, weil nur wenig Personal da ist und sie sich ja auch noch um andere Notfälle kümmern müssen, die gerade in Meinerzhagen passieren. Vielleicht ist es ja so, dass auf der ganzen Welt oder zumindest im Märkischen Kreis überall Zombies durch die Nacht wandern. Eine unheimliche Vorstellung. Nun passiert aber das Überraschende: Die Schanhollenzombies mit ihren angemoderten Zipfelmützchen bleiben stehen und scheinen zu überlegen. Dabei geht das ja gar nicht, denn bei Zombies funktiert das Gehirn nicht mehr im normalen Sinne, sondern nur noch die körperlichen Grundfunktionen und Triebe. Aber scheinbar ist der Antrieb, der die Schanhollenzwerge seinerzeit dazu bewegte aus dem Hülloch zu kommen und den Bauern bei ihren beschwerlichen Tätigkeiten zu helfen, im Rückenmark gespeichert. Man kann es daran erkennen, dass die Horrorgestalten beginnen, einfache Tätigkeiten auszuführen um den Menschen zu helfen. Einer schiebt die Einkaufswagen am REWE XL zusammen, ein anderer sammelt kaputte Wodkaflaschen und Eisteeverpackungen auf, die vor der Schuleingangstür an der Otto-Ruhe-Str. 13 liegen. Dabei sehen sie immer noch gruselig aus, machen „Ööööööh, ööööööööööh“ und beißen hin und wieder einen vorbeikommenden Passanten in die Kehle. Im Großen und Ganzen aber sind die Kiersper froh, dass die Schanhollen wieder da sind.

Dienstag, 30. Oktober 2012

Die Welt der Zahl (bzw. nicht)

Das Mathematikbuch, dessen wir uns in meiner Institution seit Jahren bedienen heißt ja WELT DER ZAHL. Wo ich gerade so darüber nachdenke, komme ich zu der Meinung, dass mir dieser allumfassende Besitzanspruch des Rechenbuchs an die Lebensumgebung in der wir alle miteinander leben, lachen, lieben und leiden, gar nicht gefällt. Schon als ich selber noch ein kleines, zartes Schulkind war, erschienen mir andere Dinge viel wichtiger als ZAHLEN. Ich sage jetzt ein paar Beispiele von Dingen, die mir viel wichtiger erscheinen als Zahlen: Sprache zum Beispiel, Musik, Fußball natürlich und Fernseh gucken (aber nur wenn´s mal regnet). Aus vorgenannten Gründen würde ich nun an dieser Stelle eine kleine Titeländerung für das Lehrwerk aus dem Hause Schroedel zur Diskussion stellen. Mein VorschlAg wäre: WELT DER ZAHL,DER SPRACHE UND DES FUßBALLS; der MUSIK UND des Fernsehens (ABER NUR WENN ES MAL REGNET) MIT SCHWERPUNKT RECHNEN. Ich würde das gut finden, weil das die Kinder weniger beeinflussen würde. Über kleine Kompromisse mit der Verlagsleitung wäre ich aber eventuell bereit. Schroedel - jetzt sind Sie am Zug.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Saschas Gedanken zum Derby

In der Halbzeit des Revierderbys -------------- Sascha denkt grad: Jetz ne Wurst - und außerdem hab ich auch Durst... Er kauft die Wurst, bestellt das Bier. Die zweite Wurst und Bier schon vier. Schnellschnell jetzt heißt es kau´n und schlucken, denn weiter gehts mit Fußball gucken.

Donnerstag, 13. September 2012

Was einen wie mich an manchen Tagen aufbaut / bzw. auch nicht

Guten Tag, jeder kennt das ja. Man hat eine Doppelstunde Kunsterziehung im dritten Schuljahr und will den Kindern lernen Tiere zu zeichnen. Zur Vorbereitung nutzt man zwei Hefte der Bergedorfer Unterrichtsideen (Broschiert: 81 Seiten Verlag: Persen im Aap Lehrerfachverlag; Auflage: 1., Aufl. (3. September 2010) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3834432792 ISBN-13: 978-3834432797 Größe und/oder Gewicht: 29,6 x 20,6 x 0,6 cm)
Dann schlägt man die Seiten 11 - 30 auf und findet Gedichte, die man vor Jahren mal geschrieben hat. Ich möchte sagen, dass das grundsätzlich ein gutes Gefühl macht. Es kann jedoch sein, dass dies im Einzelfall jedoch gleich wieder geschmälert wird, wenn sogenannte Kollegen dauernd ankommen und ihnen nichts besseres einfällt als zu sagen: "Ey, hasse schon gemerkt, dass das Nummernschild an deinem Auto ganz schief ist?" Ich frage mich, ob das Franz Marc und Albrecht Dürer, deren Werke ebenfalls für die exemplarisch geplante Unterrichtsreihe verwendet wurden, das auch so ähnlich erlebt haben.