Donnerstag, 18. April 2013
Wunder gibt es immer wieder mal
Ich war dabei (gewesen)
Neulich am 9. April 2013 war ich ja mit meinem Kollegen zum ersten Mal bei einem Fußballspiel im SIGNAL IDUNA PARK.Dieser ist in Dortmund. Mein Kollege interessiert sich ja eigentlich auch nicht so sehr für Fußball, aber weil er nun mal Firmenkarten (VIP) hatte und es sogar ein Buffet geben sollte und zudem im Fernsehen auch nichts Gutes kam, ging ich mit. Der 1. FC Dortmund spielte an dem Abend gegen den FC Malaga aus Spanien. Es ging um die Fußballeuropameisterschaft der Vereine (Champignons Liga). Normal gucke ich ja nur Länderspiele, in denen es um was geht. Also WM oder EM. Manchmal setze ich dazu auch meine lustige Perücke (schwarz-rot-gold) auf und gehe dann richtig mit.
Jedenfalls waren wir bei diesem Spiel hier am Anfang fast pünktlich auf unseren Polstersitzen. Wenn das Buffet nicht so reichhaltig (leckerleckerlecker) gewesen wäre. Aber wir hatten nichts verpasst außer etwas Musik und dass die Zuschauer auf der einen Seite ganz viele Schilder mit einem Bild hoch gehalten hatten.
Das Spiel selber war jetzt auch nicht so interessant. Nur 3 Tore. Zwei für die Spanier und eins für den 1. FC Dortmund. Zum Glück gab es in der Pause nochmal Buffet. Ich habe mal ein Foto davon gemacht, so liebevoll angerichtet war das. Als das dritte Tor gefallen war, meinte mein Kollege, dass unser FC Dortmund wahrscheinlich heute nicht mehr gewinnen würde, weil Spanien ja sogar gewänne, wenn man Unentschieden spielen würde. Als ich das hörte, fand ich das sofort total ungerecht. Wahrscheinlich hängt das aber mit den Bankenhilfen für die ganzen südlichen Länder zusammen. Hier muss mal was passieren.
Mein Kollege meinte jedenfalls, wir könnten ruhig schon mal in Richtung Parkplatz gehen, in den letzten 10 Minuten würde sowieso meistens nichts mehr passieren und dann wäre auch nicht so ein Gedrängel in den Treppenhäusern und nachher auf den Straßen. Da ich sah, dass viele andere Besucher auch aufstanden und gingen, gab ich ihm recht. Wir standen auf und gingen.
Als wir auf dem Stadionvorplatz angekommen waren, hörte ich lautes Jubeln. Da wir ja zum Glück iPhones hatten, konnten wir sofort mal eben im Internet gucken, dass der 1.FC Dortmund doch noch ein Tor geschossen hatte. Wir jubelten einfach laut mit und gingen die paar Schritte zu unserem VIP Parkplatz im Schatten des SIGNAL IDUNA PARKS. Nämlich zum Namensgebenden SIGNAL IDUNA PARKPLATZ.
Im Autoradio hörten wir dann sogar noch ein weiteres Tor für unsere Jungs.
Am nächsten Tag im Büro erzählten alle Leute von dem Spiel und alle waren neidisch, dass ich im Stadion dabei gewesen war. Die konnten es nämlich nur im Radio hören.
Heute jedenfalls bestelle ich mir ein T-Shirt im Fanshop. Was da drauf steht?
ICH WAR DABEI! DORTMUND 9.04.2013
Und nächste Woche kommt sogar wieder eine spanische Mannschaft. Real Madrid. Die haben wenigstens auch bekannte Spieler dabei (Cr. Ronaldo). Die Leute im Büro meinten ja, dass es total schwer wäre an Eintrittskarten zu kommen. Stimmt aber gar nicht. Ich hab gerade welche bestellt. Bei ebay. Nur 300€. Aber einem echten Fußballfan wie mir, ist es das schon wert.
Samstag, 16. März 2013
Was man auch mal am Geburtstag unternehmen kann.
Unter Migranten
Wenn man samstags und abends in der Notaufnahme für Kinder und Jugendliche wartet:
Dann lernt man andere Kulturen kennen. Migranten aus jedem Kulturkreis zerstreuen die üppige Wartezeit mit landestypischem Warteverhalten. Im Vergleich dazu wartet der Deutsche ja eher langweilig und geräuschlos.
Dann bekommt man auch gute Tipps von den Kinder- und Jugendnotaufnahmebediensteten. Zum Beispiel:
Sie wären besser zu einer anderen Uhrzeit gekommen.
Oder hätten besser keinen Jugendlichen und kein Kind.
Oder wenn, dann welche die nur zu den Hauptgeschäftszeiten der Kinder und Jugendnotaufnahme erkranken.
Aber die wissen ja nicht: ich habe sogar drei Kinder und Jugendliche die ausschließlich an Wochenenden, hohen christlichen Feiertagen oder an meinem Geburtstag Fieber, Kruppanfälle oder Platzwunden bekommen.
Heute habe ich Geburtstag.
Ich grüße alle die mich kennen.
Wenn man samstags und abends in der Notaufnahme für Kinder und Jugendliche wartet:
Dann lernt man andere Kulturen kennen. Migranten aus jedem Kulturkreis zerstreuen die üppige Wartezeit mit landestypischem Warteverhalten. Im Vergleich dazu wartet der Deutsche ja eher langweilig und geräuschlos.
Dann bekommt man auch gute Tipps von den Kinder- und Jugendnotaufnahmebediensteten. Zum Beispiel:
Sie wären besser zu einer anderen Uhrzeit gekommen.
Oder hätten besser keinen Jugendlichen und kein Kind.
Oder wenn, dann welche die nur zu den Hauptgeschäftszeiten der Kinder und Jugendnotaufnahme erkranken.
Aber die wissen ja nicht: ich habe sogar drei Kinder und Jugendliche die ausschließlich an Wochenenden, hohen christlichen Feiertagen oder an meinem Geburtstag Fieber, Kruppanfälle oder Platzwunden bekommen.
Heute habe ich Geburtstag.
Ich grüße alle die mich kennen.
Sonntag, 10. März 2013
Die Sache mit Albert
Wir wollten keinen Hund. Erst recht keinen schwarzen und noch weniger einen großen. Und was ein Briard ist, das wusste ich auch nicht. Wie es nun kommt, dass gerade jetzt im Moment ein schwarzer, riesenhafter Briard zu meinen Füßen liegt? Ja, das war so:
„Guck mal hier, hier im Internet.“, sagte Frau Block.
„Hier im Internet sind ganz süße Fotos. Von Briards. Von Joanna. Joanna hat 11 kleine Briards“
Ich antwortete mit einem interessierten:
„HM HM“
Ich wusste nicht so genau, was Briards sind. Wahrscheinlich dachte ich, dass Briard ein französischer Weichkäse ist. Weil ich ja nicht so bin, wollte ich mir das Bild von Joannas 11 französischen Käsespezialitäten kurz begucken.
„Hier guck doch mal. Das sind Welpen. 11 Stück. Ganz süß, guck dir doch mal die Bilder an.“, blieb sie beharrlich.
Was ich auf den Fotos sah, waren kleine, schwarze Tierchen.
„Ja, süß.“
„Wir könnten ja mal hinfahren und uns die angucken.“, meinte sie.
Da wir aber schon einen Hund hatten und derzeit auch keine weitere Hundeplanstelle frei war, lehnte ich das natürlich ab.
„Ich will keinen Hund.“, begründete ich.
„Erst recht keinen schwarzen Hund. Schwarze Hunde kann man kaum sehen und schon gar nicht fotografieren.“ Damit hatte ich natürlich recht.
So kam es, dass Frau Block irgendwann mal ins Haus der vielen Hunde fuhr um sie zu beschauen. Immer wieder musste auch ich mir die Bilder im Internet angucken. Aber ohne dass mich das wirklich weiter interessiert hätte.
Eines Tages kam es dann so, dass Frau Block vorschlug, einen der Hundewelpen mal so für einen Nachmittag zu uns ins Haus zu holen. Weil: inzwischen waren schon einige Wochen vergangen, einige der Welpen in Familien vermittelt und nur noch ein paar Restwelpen übrig.
„Die müssen ja unbedingt auch eine familale Sozialistation erfahren. Unter Menschen. Damit die sich daran gewöhnen können, wie das ist. So in Familien mit Menschen.“
Da ich im Grunde meines Herzens für meine Gutmütigkeit bekannt bin und weil ich außerdem auch mal einen von den Restwelpen in Echt sehen wollte, stimmte ich zu. Und ich war ergriffen von meiner Selbstlosigkeit.
Also war dann irgendwann Wochenende und Frau Block fuhr los, einen der Restwelpen unverbindlich zu holen.
Und sie fuhr los und holte einen. Und er stieg aus dem Auto (französische Bauart), taumelt und tapste in unsere Wohnung, legte sich zu meinen Füßen, da ich gerade ein Bild malte. Und er schlief dort zwei Stunden. Und brach mein Herz. MIT ABSICHT.
Ach so. Ihr wollt noch wissen, wie er heißt. Er hat einen Edelnamen und der lautet Armagon de la Chanson Siegfried en Roi. So steht es in seinen Zuchtpapieren (Anm. das ist so was Ähnliches wie ein Wartungsheft beim Auto. Aber unsere Kinder haben schon nach wenigen Momenten herausgefunden, dass er eigentlich Albert heißt. Darum heißt er jetzt mit vollem Namen Alberto Blanco (der Weiße) vom Müggenbruch.
Ach so. Ihr wollt noch wissen, wie er heißt. Er hat einen Edelnamen und der lautet Armagon de la Chanson Siegfried en Roi. So steht es in seinen Zuchtpapieren (Anm. das ist so was Ähnliches wie ein Wartungsheft beim Auto. Aber unsere Kinder haben schon nach wenigen Momenten herausgefunden, dass er eigentlich Albert heißt. Darum heißt er jetzt mit vollem Namen Alberto Blanco (der Weiße) vom Müggenbruch.
Sonntag, 3. März 2013
Fußballbauernwetterregeln
Samstag, 16. Februar 2013
Heute will ich meine Leserschaft einmal aufrütteln und bediene mich einmal eines Zitates aus Wikipedia, in dem das Ministerium für Wahrheit erklärt wird, das es eigentlich nur in Orwells Roman 1984 gibt. In Echt gibt es das aber auch schon und nur ich habe es bemerkt.
Ministerium für Wahrheit (Miniwahr): Dieses Ministerium befasst sich mit der Vergangenheit beziehungsweise mit deren ständiger Manipulation. Sämtliche Bücher, Filme, Schriften, Zeitungen, Tonaufnahmen etc. aus vergangener Zeit werden hier ständig revidiert und an die aktuelle Linie der Partei angepasst, sodass laut allen Aufzeichnungen, die existieren, die Partei immer recht hat und immer recht gehabt hat.
„Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten –, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.” (Vgl. Teil 1 aus 1984.)
„Wer die Macht über die Geschichte hat, hat auch Macht über Gegenwart und Zukunft.“
Dann will ich verraten, wie ich gemerkt habe, dass die Realität die Fiktion inzwischen schon wieder einmal eingeholt hat.
Grad neulich erst wurde ja bekannt, dass das gute alte Kinderbuch "Die kleine Hexe" vom ollen Ottfried Preußler dahingehend umgeschrieben wird, dass zum Beispiel die Neger revidiert wurden. Und die Wichse. Bei Pipi Langstrumpf auch. Da aber nur der Negerkönig. Die Begründung war, dass die Kinder von heute das so nicht mehr kapieren und so weiter blablabla. Von mir aus sollen die da oben ruhig machen was sie wollen, aber sie sollen mal nicht denken, dass ICH das nicht merke.
Und zum Schluss zeige ich noch was. Ein (bzw. zwei) Buchcover. Wahrscheinlich hängt das ja alles mit diesem Kinofilm zusammen, den ich neulich im Kino geguckt habe. In diesem Kinofilm kam übrigens überdurchschnittlich das Wort "Nigger" vor. Also, wenn ihr jetzt nichts merkt.

Quellenangaben: Zitat aus Wikipedia, Bildkompoisition von Chr. Wolter

Quellenangaben: Zitat aus Wikipedia, Bildkompoisition von Chr. Wolter
Dienstag, 12. Februar 2013
Spezialitätenneuheiten
Ihr kennt das doch. Manchmal sieht man neue Dinge und denkt dann so: "Warum haben sie das nicht schon viel früher erfunden?" Oder man sieht eine Staddionpizza Currywurst und denkt so: "Warum haben sie das wohl erfunden?" Dann kauft man es. Dann isst man es vielleicht und denkt so. "Hm. Gar nicht so lecker." -------------------- Dann vergehen Wochen oder Tage und man sieht Folgendes:
Und wenn man Glück hat, dann kauft man es dann nicht. Oder erst etwas später.
Montag, 11. Februar 2013
Leidensgeschichte
Nur mal so - und subjektiv aus Sicht der Südtribüne:
Ich war ja am Samstag im Westfalenstadion und hab gesehen, wie unser BvB relativ verdient gegen den HSV verloren hat. Ärgerlich war das trotzdem. Aber wenn man bedenkt, was ich dem Fußballgott in der letzten Saison, vor und während dem Spiel gegen die Bayern, versprochen habe, ist es ok.
Dennoch möchte ich mal zwei Beobachtungen beschreiben und dem Leser überlassen, daraus eigene Schlüsse zu ziehen.
1. Rafael van der Vaart wird von einem Feuerzeug am Oberkörper getroffen und bricht zusammen. Ich hatte schon gedacht: Das war es mit ihm. Niemals mehr in seinem Leben wird er sich bei Silvia (seiner Frau) entschuldigen können, dass er sie Silvester krankenhausreif (naja, fast) gehauen hat.
2. Ein Zuschauer, ca 10 m links von mir. Block 14 Südtribüne wird von einem Böller an der Schulter getroffen, der zu seinen Füßen expoldiert, dass auch ich einen mächtigen Schrecken bekam. Er bricht nicht zusammen. Beschwert sich nur bei einem Ordner, ohne dabei den Blick vom Spielfeld zu nehmen.
Warum ich das schreibe? Sag ich doch: Nur mal so.
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